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Was ist Business Process Integration (BPI)?

Business Process Integration (BPI) ist die Synchronisierung innerbetrieblicher Funktionen eines Unternehmens mit denen anderer Geschäftsbereiche und der Geschäftsspartner, indem ganz unterschiedliche Systeme in Echtzeit miteinander verbunden werden. Der notwendige „Software-Klebstoff“, um zwei an sich inkompatible Systeme miteinander kommunizieren zu lassen, hatte im Laufe der Zeit unterschiedliche Namen, angefangen von Electronic Data Interchange (EDI) über Message-oriented-Middleware (MoM) und Enterprise Application Integration (EAI) bis hin zur neuesten Bezeichnung: Business Process Integration (BPI). Allerdings ist BPI tatsächlich auf mehrfache Weise verschieden von seinen Vorgängern.

Nicht alle BPI Werkzeuge sind gleich

Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass echte BPI Werkzeuge naturgemäß eine grafische Oberfläche besitzen und ohne Programmierung auskommen, damit Analysten, Prozesseigner oder sogar erfahrene Anwender sehr schnell erfassen können, wie die Software zu bedienen ist. In der Vergangenheit konnten nur professionelle Entwickler ein Software Development Kit (SDK) einsetzen und verstanden außerdem die Komplexität beim „Jonglieren“ mit verschiedenen Protokollen und die Umsetzung zwischen unterschiedlichen Dokumenten- und Dateiformaten. Mit BPI können jetzt auch „gewöhnliche Sterbliche“ Geschäftsprozesse durch Formulierung von Geschäftsregeln, in einer Syntax, die der natürlichen Sprache ähnlich ist, anpassen. Darüber hinaus können sie unterschiedliche Datenformate durch einfaches Drag-and-Drop aufeinander abbilden.

Ein weiterer Unterschied, was bei dem Namen nicht überrascht, ist, dass BPI, anstatt bottom-up und codezentriert, einen top-down, prozesszentrierten Ansatz verfolgt. Die Ablaufschritte in einem beliebigen Prozess bestehen aus wiederverwendbaren Komponenten, so dass zum Design neuer Prozesse Bausteine aus früher erstellten verwendet werden können. Wenn die Geschäftsregeln eines bestimmten Prozesses geändert werden, oder wenn die Abfolge der Verarbeitung neu verändert oder erweitert werden muss, können die Auswirkungen leicht ermittelt und die Änderungen schnell und ohne Störung eingesetzt werden.

Ein Unterschied, der manchmal nicht sofort auffällt, ist, dass moderne BPI Werkzeuge häufiger offene Standards und kostengünstige Verbindungen einsetzen als die proprietären Netzwerke und Adaptoren der Vergangenheit. Zum Beispiel unterstützt ein gutes BPI Werkzeug die alten EDI Schnittstellen, wie X.12- und EDIFACT-Dokumente über das eigene VAN. Warum nicht Geld sparen durch den Wechsel auf EDI-Dokumente, die im XML-Format mit sicherem AS2 über das Internet verschickt werden. Anstatt 25.000$ für einen Anwendungsadapter für SAP oder Oracle auszugeben, können Sie jetzt offene und freie Webservice-Schnittstellen, wie SOAP, verwenden. Nun erkennen Sie wahrscheinlich, dass eine BPI Lösung nicht nur manuelle Abläufe automatisieren und die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Systemen und Datenbanken effizienter gestalten kann, sondern außerdem Ihre Betriebskosten senkt und Ihre Abhängigkeit von proprietären Schnittstellen reduziert.

Code-free Business Process Integration

Im Jahr 2007 stellte LANSA BPI Technologie vor, mit der Bekanntgabe der Business Process Integration Lösung, die speziell auf die treuesten Anwender innerhalb der System i Community ausgerichtet ist: die mittelständischen Unternehmen. Vor diesem Zeitpunkt war der Einsatz einer solchen Spitzentechnologie jenen Unternehmen vorbehalten, die über die Größe und gut ausgestattete Organisation verfügten, um die Kosten tragen und die Komplexität bewältigen zu können. Aber heute steht jedes Unternehmen, ob klein oder groß, unter dem Druck, manuelle Abläufe zu automatisieren, interne Systeme besser zu integrieren und Daten auf sicherem Wege mit externen Partnern auszutauschen. LANSA Composer ist die erste native System i Lösung, die auf alle diese Anforderungen eine Antwort hat und die für den breiten Markt konzipiert und gepreist wurde.